Voraussetzungen für die Aufnahme in die Künstlersozialkasse

Eigenschaft als Künstler oder Publizist

Voraussetzung für die Versicherungspflicht ist eine künstlerische oder publizistische Tätigkeit, die erwerbsmäßig und nicht nur vorübergehend ausgeübt wird.

 

Künstler ist, wer Musik, darstellende oder bildende Kunst schafft, ausübt oder lehrt. Publizist ist, wer als Schriftsteller, Journalist oder in ähnlicher Weise wie ein Schriftsteller oder Journalist tätig ist. Auch wer Publizistik lehrt, fällt unter den Schutz des KSVG. Die künstlerische oder publizistische Tätigkeit muss selbständig und erwerbsmäßig ausgeübt werden.

 

Erwerbsmäßig ist jede nachhaltige, auf Dauer angelegte Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen.

Selbständig ist die künstlerische oder publizistische Tätigkeit nur, wenn sie keine abhängige Beschäftigung im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses darstellt.

 

Wer im Zusammenhang mit der künstlerischen / publizistischen Tätigkeit mehr als  einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigt, wird nicht nach dem KSVG versichert, es sei denn, die Beschäftigung erfolgt zur Berufsausbildung oder ist geringfügig im Sinne des § 8 SGB IV. Geringfügig ist eine Beschäftigung, wenn das Entgelt 450,00 Euro monatlich nicht übersteigt.

 

 

Mehr Informationen

Ausgezeichnete und umfassende Informationen bietet die KSK auf ihrer Homepage.

www.kuenstlersozialkasse.de

Dort gibt es auch eine Unterseite FAQ Künstler und Publizisten.

Ergänzend haben unsere Experten die häufigsten Fragen hier beantwortet.

Mindesteinkommen / Höchsteinkommen

Das voraussichtliche Mindesteinkommen im Jahr muss über 3.900 Euro (d.h. 325 Euro im Monat) liegen. Wird dieses Mindesteinkommen nicht erreicht, besteht keine Versicherungspflicht in der KSK. Mit dieser Regelung soll ein Missbrauch der Leistungen der KSK verhindert werden.

 

Die Höhe des voraussichtlichen Jahreseinkommens wird auf der Basis des Vorjahres geschätzt. Im Einzelfall können zu erwartende Veränderungen hierbei berücksichtigt werden. Das kann z. B. der Fall sein, wenn im Vorjahr ein großer Auftrag für ein hohes Einkommen gesorgt hat, der Künstler aber davon ausgehen muss, dass ein solcher Auftrag im nächsten Jahr nicht zu erwarten ist.

Besonderheiten für Berufsanfänger

Für Berufsanfänger, die sich ihre wirtschaftliche Existenz erst noch erschließen müssen, hat der Gesetzgeber einen besonderen Schutz vorgesehen. Berufsanfänger werden auch dann nach dem KSVG in der gesetzlichen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung versichert, wenn sie voraussichtlich nicht das erforderliche Mindestarbeitseinkommen überschreiten werden.

 

Als Berufsanfängerzeit gelten die ersten drei Jahre seit erstmaliger Aufnahme einer selbständigen künstlerischen oder publizistischen Tätigkeit.
Die 3-Jahresfrist verlängert sich um Zeiten, in denen die Versicherungspflicht nach dem KSVG unterbrochen war, weil die selbständige Tätigkeit z. B. wegen Kindererziehung, freiwilligem Wehrdienst oder wegen einer abhängigen Beschäftigung nicht ausgeübt wurde.
Die Versicherungsbeiträge werden für Berufsanfänger, die unterhalb der Mindestarbeitsverdienstgrenze liegen, nach den in jedem Jahr angepassten Mindestwerten (Mindestbeiträge) berechnet .